Diagnose „Blasenstein“

Diagnose „Blasenstein“

Wir hoffen, dass euch unsere Erfahrungen dabei helfen, Meerschweinchen vor dem gleichen Schicksal wie Brownie und Teddy zu bewahren. Nutzen Sie gerne auch die auf der Seite befindliche Suchfunktion, um nach speziellen Begriffen zu diesem Thema suchen.

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Die Leidensgeschichte von Teddy

15.02.2019 – Harnleiterstein

Inappetenz und Probleme beim Wasserlassen deuteten auf eine Erkrankung der Harnwege hin. Das Aufsuchen einer Tierärztin führte zur ersten Diagnose „Blasenentzündung“. Durch unsere Erfahrungen mit Brownie und dem blutigen Urinabsatz von Teddy vermuteten wir jedoch eine andere Ursache und suchten daher am 15.02.2019 die Tierärztliche Klinik Schwerin auf, um eine Radioskopie durchzuführen und unseren Verdacht absichern zu lassen.

Die Diagnose war äußerst schmerzhaft, verloren wir doch bereits ein Jahr zuvor unseren Meerschweinchenkastraten Brownie wegen der Bildung chronischer Blasensteine:

Am 18.02.2019, gerade einmal 3 Tage nach der Diagnose, konnte Teddys Stein aus dem Harnleiter erfolgreich chirurgisch entfernt werden. Eine anschließende mineralische Analyse des Steins im Labor ergab eine Zusammensetzung von 80% Calciumcarbonat.

In Folge dessen leiteten wir die sofortige Nachbehandlung mit Rodicare Uro ein, um einer weiteren Bildung vorzubeugen.

Durch Komplikationen in Form von Überreaktionen auf das Nahtmaterial war die Behandlung eines schmerzhaften Operationsabszesses über mehrere Wochen erforderlich.

09.05.2019 – Blasengries in Harnröhre

Am 08.05.2019 verweigerte Teddy zunehmend die Nahrungsaufnahme und musste mit Rodicare Instant gepäppelt werden. Da sich der Zustand nicht zu bessern schien, besuchten wir mit ihm am Abend des 09.05.2019 die Tierklinik Schwerin.

Auf den folgenden Röntgenbildern kann man Blasengries erkennen, der aus der Blase in die Harnröhre abgewandert war.

Mittels eines Blasenkatheters konnte der Blasengries entfernt und die Blase ausgespült werden:

Durch die Nahrungsverweigerung entstand bei Teddy allerdings eine stark ausgeprägte Magentympanie, die am Morgen des 10.05.2019 trotz Einleiten von Notfallmaßnahmen wie Infusionen, Wärmelampen, die Gabe von Metoclopramid und der Einführung einer Magensonde, zu seinem Tod führte.

Die Leidensgeschichte von Brownie

11.11.2017 – 1. Blasenstein

Nach der Feststellung von Blut im Urin, sowie auffällig hörbaren Schmerzsymptomen, entschlossen wir uns am Abend des 11.11.2017 in die Tierärztliche Klinik in Schwerin zu fahren und die Notsprechstunde in Anspruch zu nehmen. Nach einer Radioskopie wurde bei unserem Meerschweinchenkastraten Brownie sowohl ein größerer als auch ein kleiner Blasenstein festgestellt (siehe Röntgenbild).

Auf Grund der durch die Steine hervorgerufenen Koliken wurde Brownie mit dem Schmerzmittel Metacam bis zu seiner ersten OP am 16.11.2017 behandelt. Eine mineralische Untersuchung der Steine ergab, dass es sich um sogenannte „Calciumcarbonat„-Steine handelte.

Brownie steckte die OP ohne Weiteres weg und erweckte 10 Tage später nicht mehr den Anschein krank zu sein.

17.12.2017 – 2. Blasenstein

Am 17.12.2017 fuhren wir auf Grund des Verdachts eines 2. Steins, wegen ähnlich auffallender Symptome, erneut in die Tierklinik. Der nächste Schock: Innerhalb von nur 4 Wochen bildete sich ein ca. 5 mm großer weiterer Blasenstein.

Auf Grund der Größe, sowie des rapiden Wachstums und auf Anraten der Tierärzte, entschieden wir uns für einen zweiten Eingriff. Durch den erneuten Eingriff kam es wenige Tage nach der Operation zu Nachblutungen, die in deren Folge zu erneuten Koliken und Urinieren größerer Mengen Blut und Blutkoagel führten.

Mit dem Aussetzen des blutigen Urins wurde Brownie wenige Tage nach seiner zweiten OP dann von uns einer täglichen medizinischen Kur ausgesetzt, bestehend aus:

  • morgens: 1 zerstoßene Tablette Urologist Aid mit Wasser vermengt, aufgezogen auf eine 1 ml-Spritze, oral verabreicht
  • mittags: 1 Hand voll Blasenkräuter
  • abends: 1 mit Wasser vermengte aufgezogene 1 ml-Spritze RodiCare uro
  • zusätzlich: Förderung der Wasser- und Vitaminaufnahme durch die zusätzliche Gabe von größeren Mengen Gurke und Paprika.

17.01.2018 – 3. Blasenstein

Nach dem Beginn der Therapie mit den o. g. Mitteln hielten wir es zunächst für ausgeschlossen, dass sich erneut innerhalb kürzester Zeit ein neuer Blasenstein bilden könne. Nachdem wir aber auf Grund wiederkehrender Symptome die Tierklinik in Schwerin aufsuchten und einen neuen radiologischen Befund anforderten, erhielten wir das ernüchternde Ergebnis:

Wieder einmal 4 Wochen später litt Brownie an den Folgen eines Blasensteins, auch wenn dieser nicht ganz so groß war wie jener bei der ersten OP. Die Ärzte rieten uns von einer erneuten OP zum Wohle des Tiers ab.

Auch wenn sich die Bildung minimal verlangsamte, mussten wir den Kastraten am 23.01.2018, 11 Wochen nach den ersten Symptomen, wegen den Folgen der chronischen Blasensteinbildung und wiederkehrenden Koliken in unserem Beisein euthanasieren.