Diagnose „Blasenstein“

Diagnose „Blasenstein“

Wir hoffen, dass euch unsere Erfahrungen dabei helfen, Meerschweinchen vor dem gleichen Schicksal wie Brownie zu bewahren. Nutzen Sie gerne auch die auf der Seite befindliche Suchfunktion, um nach speziellen Begriffen zu suchen. Trotz all unserer Möglichkeiten, befindet sich die Seite in steter Aktualisierung und Erweiterung und kann unter Umständen auch unvollständige Beiträge enthalten. Wir bitten dies zu entschuldigen.

Die Leidensgeschichte von Brownie

11.11.2017 – 1. Blasenstein

Nach der Feststellung von Blut im Urin, sowie auffällig hörbaren Schmerzsymptomen, entschlossen wir uns am Abend des 11.11.2017 in die Tierärztliche Klinik in Schwerin zu fahren und die Notsprechstunde in Anspruch zu nehmen. Nach einer Radioskopie wurde sowohl ein größerer als auch ein kleiner Blasenstein festgestellt (siehe Röntgenbild).

Auf Grund der, durch die Steine hervorgerufenen, Koliken wurde Brownie mit dem Schmerzmittel Metacam bis zu seiner ersten OP am 16.11.2017 behandelt. Eine mineralische Untersuchung der Steine ergab, dass es sich um sogenannte „Calciumcarbonat„-Steine handelte.

Brownie steckte die OP ohne Weiteres weg und erweckte 10 Tage später nicht mehr den Anschein krank zu sein.

17.12.2017 – 2. Blasenstein

Am 17.12.2017 fuhren wir auf Grund des Verdachts eines 2. Steins, wegen ähnlich auffallender Symptome, erneut in die Tierklinik. Der nächste Schock: Innerhalb von nur 4 Wochen bildete sich ein ca. 5 mm großer weiterer Stein.

Auf Grund der Größe, sowie des rapiden Wachstums und auf Anraten der Tierärzte, beschlossen wir eine zweite Operation. Durch den erneuten Eingriff kam es wenige Tage nach der OP zu Nachblutungen, die in deren Folge zu erneuten Koliken und Urinieren größerer Mengen Blut und Blutkoagel führten.

Mit dem Aussetzen des blutigen Urins wurde Brownie wenige Tage nach seiner zweiten OP dann von uns einer täglichen medizinischen Kur ausgesetzt, bestehend aus:

  • morgens: 1 zerstoßene Tablette Urologist Aid mit Wasser vermengt, aufgezogen auf eine 1 ml-Spritze, oral verabreicht
  • mittags: 1 Hand voll Blasenkräuter
  • abends: 1 mit Wasser vermengte aufgezogene 1 ml-Spritze RodiCare uro
  • zusätzlich: Förderung der Wasser- und Vitaminaufnahme durch die zusätzliche Gabe von größeren Mengen Gurke und Paprika.

17.01.2018 – 3. Blasenstein

Nach dem Beginn der Therapie mit den o. g. Mitteln hielten wir es zunächst für ausgeschlossen, dass sich erneut ein Blasenstein in dem gleichen Zeitraum bilden könnte. Nachdem wir aber auf Grund wiederkehrender Symptome die Tierklinik in Schwerin aufsuchten und einen neuen radiologischen Befund anforderten, erhielten wir das ernüchternde Ergebnis:

Wieder einmal 4 Wochen später litt Brownie wieder an den Folgen eines Blasensteins, auch wenn dieser auch nicht ganz so groß war wie jener bei der ersten OP. Die Ärzte rieten uns von einer erneuten OP zum Wohle des Tiers ab.

Auch wenn sich die Bildung minimal verlangsamte, mussten wir den Kastraten daher am 23.01.2018, 11 Wochen nach den ersten Symptomen, wegen den Folgen der chronischen Blasensteinbildung und wiederkehrenden Koliken in unserem Beisein euthanasieren.