Ursachen

Es gibt verschiedene Theorien zu der Entstehung von Harnsteinen bei Meerschweinchen. Hier ist eine Liste:

  • Störung des Kalziumstoffwechsels (Hyperkalzämie)
    • angeborene genetische Veranlagung (autosomal-ressiv vererbte Stoffwechselkrankheit)
    • Erkrankung der Nebenschilddrüse
    • Osteodystrophie (Primäre vor allem bei Satinmeerschweinchen)
    • Überangebot von Kalzium im Blutserum
  • Störungen des Harntrakts
    • Abnormer ph-Wert
    • Resorbtionsstörung der Niere
    • Physiologische Fehlbildung der Niere
    • Fehlen von kristallhemmenden Substanzen im Harn
  • zu geringe Flüssigkeitsaufnahme
  • langanhaltende und unzureichende Bewegung (z. B. durch wenig Auslaufmöglichkeiten)

Bei einer Übersättigung mit steinbildenden Kristallen und dem Erreichen von bestimmten Ionenkonzentrationen, kommt es zum Ausfall dieser Stoffe im Harn. Diese können sich dann auch an Nahtmaterial einer bereits vergangenen Operation ansammeln.

Harnsteine sind vor Allem bei genetischen Ursachen rezidivierend, d. h. sie sind wiederkehrend. Daher ist nach der Beseitigung des Steins eine gute Nachsorge erforderlich, um die Neubildung möglichst lange hinauszögern zu können. Nicht jeder Stein und nicht jedes Meerschweinchen lässt sich auf der gleichen Weise nachbehandeln!

Blasenschlamm und Blasengries gilt als Vorstufe von Blasensteinen. Wann sich das erste Mal ein Stein bildet kann dabei jedoch nicht vorausgesagt werden.